Nachdem im Vorgängerprojekt „Landschaft als Wasserspeicher“ in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen in Stühlingen-Oberwangen umgesetzt wurden, kommt nun ein weiteres Vorhaben zum Abschluss: Insgesamt drei Retentionsmulden sowie ein Durchlass unter der Kreisstraße wurden angelegt. Die Mulden nehmen Niederschlagswasser auf, speichern es zwischen und ermöglichen dessen Versickerung. Dadurch wird der Oberflächenabfluss bei Regen deutlich reduziert. Der neue Durchlass sorgt zudem dafür, dass das Wasser gezielt in die Mulden gelangt und nicht wie bisher mit hoher Geschwindigkeit und erosiver Kraft entlang der Straße in Richtung Siedlung abfließt.
Retentionsmulden sind flache Geländevertiefungen, in denen Regenwasser zurückgehalten und kontrolliert in den Boden infiltriert wird. Dies reduziert den Oberflächenabfluss und Erosionsgefahren und trägt gleichzeitig zur Grundwasserneubildung bei. Im Zusammenspiel mit weiteren bereits umgesetzten Maßnahmen aus den Bereichen Agroforst und humusfördernde Bodenbewirtschaftung entsteht Schritt für Schritt eine klimaresiliente Landschaft, die Wasser besser speichern kann und widerstandsfähiger gegenüber Starkregenereignissen ebenso wie längeren Trockenphasen ist.