Unsere Projektgebiete

Erfahre mehr über unsere Projektgebiete. Gemeinsam mit Landwirtinnen, Landwirten und Gemeinden zeigen wir, wie klimaresiliente Landschaften gestaltet werden können, um landwirtschaftliche Produktivität und den Schutz von Siedlungen vor Hochwasser langfristig zu sichern. Wähle ein Gebiet auf der Karte, um mehr zu erfahren.

Sexau Schliengen Egringen Grenzach-Wyhlen Stühlingen-Oberwangen Wasserschutzgebiet Stühlingen

Sexau

Ziele
  • Reaktivierung und ökologische Aufwertung eines alten Weihers
  • Verbesserung des Wasserrückhalts bei Starkregen und Hochwasser
  • Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für Weidetiere
Maßnahmen
  • Ausbaggern von Sedimenten zur Wiederherstellung der Weiherfunktion
  • Abdichtung und Stabilisierung des Damms
  • Einrichtung eines funktionsfähigen Zu- und Ablaufs
  • Bau einer Viehtränke auf der angrenzenden Weide

Schliengen

Ziele
  • Reduktion von Erosionsschäden auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Reduktion von Sedimenteintrag in den Siedlungsbereich
Maßnahmen
  • Verbesserung der Bodenstruktur sowie der Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit der Böden
  • Umsetzung von Maßnahmen zum dezentralen Wasserrückhalt
  • Anlage von Agroforstsystemen

Egringen

Ziele
  • Reduktion von Erosionsschäden auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Reduktion von Sedimenteintrag in den Siedlungsbereich
Maßnahmen
  • Verbesserung der Bodenstruktur sowie der Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit der Böden
  • Umsetzung von Maßnahmen zum dezentralen Wasserrückhalt
  • Anlage von Agroforstsystemen

Stühlingen-Oberwangen

Ziele
  • Reduktion von Erosion und Austrocknung
  • Abminderung des Hochwasser­abflusses in der Ortslage im Tal
  • Vernetzung mit Genehmigungsbehörden
  • Pilothafte Umsetzung von Maßnahmen
Maßnahmen
  • Anlage von Agroforstsystemen
  • Verbesserung der Bodenstruktur sowie der Wasser- und Nähr­stoff­speicher­fähigkeit der Böden
  • Umsetzung von Retentionsmulden zum Wasser­rückhalt in der Landschaft

Unsere Projektgebiete im Überblick

Hinweisschild ‚Wasserschutzgebiet‘ neben Getreidefeld mit Wald im Hintergrund

Wasserschutz Stühlingen

Das Pilotprojekt „Freiwilliger Wasserschutz“ verfolgt das Ziel, die Qualität des Trinkwassers im Einzugsgebiet der Oberletz- und Nussbachquellen in Stühlingen nachhaltig zu verbessern. Es wird von mehreren Partnern getragen: dem Landratsamt Waldshut, der Stadt Stühlingen, dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV), dem Naturpark Südschwarzwald e. V., der Universität Hohenheim sowie den Landwirtinnen und Landwirten der Region.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Verantwortung, die Belastung des Grundwassers zu reduzieren und so die Versorgung der Stadt Stühlingen mit hochwertigem Trinkwasser zu sichern. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Hohenheim stellt sicher, dass die Wirkung der Maßnahmen überprüft und nachvollziehbar dokumentiert wird.

Diese enge Zusammenarbeit aller Beteiligten schafft die Grundlage dafür, wirksame Lösungen für den Gewässerschutz zu entwickeln und gleichzeitig die Bedürfnisse der Landwirtschaft zu berücksichtigen.

» Weitere Informationen zu unserem Projekt in Stühlingen

Weitläufiges Agrarland mit Wirtschaftsweg und Feldscheune

Stühlingen-Oberwangen

Im Projektgebiet Stühlingen-Oberwangen werden Maßnahmen zur Reduktion von Erosion und Austrocknung sowie zur Abminderung von Starkregenabflüssen umgesetzt. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt „Landschaft als Wasserspeicher“ liegt der Fokus auf einer pilothaften Umsetzung von Lösungen zum Wasserrückhalt in der Fläche. Dafür werden Agroforstsysteme angelegt, die Bodenstruktur verbessert und Retentionsmulden geschaffen. Ziel ist es, die Landschaft widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen und zugleich den natürlichen Wasserhaushalt langfristig zu stabilisieren.

Regenrückhalt im Wald mit Natursteinen und braunem Wasser

Grenzach-Wyhlen

In Grenzach-Wyhlen wurden auf kommunalen Waldflächen bereits zahlreiche innovative Maßnahmen zum Wasserrückhalt umgesetzt und erprobt. Diese Ansätze sollen im Rahmen des Projekts auf landwirtschaftliche Flächen übertragen werden. Durch die Anlage von Mulden, Gräben oder angepasste Wegeentwässerung soll der Wasserrückhalt in der Fläche weiter erhöht werden. Gleichzeitig soll die Wasserspeicherfähigkeit der Böden durch eine optimierte Bewirtschaftung verbessert werden. Der Naturpark fördert die enge Vernetzung zwischen Gemeinde, Genehmigungsbehörden und Bewirtschaftenden und bietet praxisnahe Weiterbildungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe an.

» Weitere Informationen zu unserem Projekt in Grenzach-Wyhlen

Blick über abgeerntetes Feld auf Dorf und Berge im Hintergrund

Egringen

Im Projektgebiet Egringen steht die Reduktion von Erosionsschäden auf landwirtschaftlichen Flächen sowie der Sedimenteinträge in den Siedlungsbereich im Fokus. Auslöser waren wiederholte Starkregenereignisse, die große Mengen Wasser und Bodenmaterial vom Läufelberg in bewohnte Gebiete spülten. Aufbauend auf dem von der Gemeinde Efringen-Kirchen initiierten Runden Tisch zur Fruchtfolge stärkt der Naturpark die Netzwerkarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten sowie Behörden. Geplante Maßnahmen sind unter anderem die Verbesserung der Bodenstruktur, die Umsetzung dezentraler Wasserrückhalteelemente sowie die Anlage von Agroforstsystemen zur langfristigen Stabilisierung der betroffenen Flächen.
Luftbild landwirtschaftlicher Flächen mit eingezeichneten Bachläufen

Schliengen

Schliengen war in der Vergangenheit mehrfach von Starkregenereignissen betroffen, dabei gelangten große Mengen Sediment in den Siedlungsbereich, was sowohl die Infrastruktur gefährdet, als auch den Verlust von fruchtbarem Oberboden zur Folge hat. In zwei besonders betroffenen Teileinzugsgebieten werden gezielt Maßnahmen umgesetzt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Dazu zählen die Verbesserung der Bodenstruktur und die Anlage dezentraler Maßnahmen zum Wasserrückhalt.

Kleiner Waldteich zwischen Bäumen mit Moos und dichter Vegetation

Sexau

In Sexau soll ein verlandeter Weiher reaktiviert werden. Durch das Ausbaggern von Sedimenten, die Abdichtung und Stabilisierung des Damms sowie die Wiederherstellung von Zu- und Ablauf entsteht neues Rückhaltevolumen, das bei Starkregen zur Abflachung der Hochwasserspitzen beiträgt. Gleichzeitig wird der Weiher durch die geplanten Maßnahmen ökologisch aufgewertet und bietet künftig Lebensraum für verschiedene Arten. Eine zusätzliche Viehtränke stellt die Wasserversorgung für Weidetiere sicher. Das Projekt verbessert somit die Wasserbilanz vor Ort und verbindet Hochwasserschutz mit Naturschutz und landwirtschaftlichem Nutzen.

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